Direkt an der Elbmündung gelegen findet man das Städtchen Cuxhaven inmitten im gleichnamigen Landkreis. Mit seinen nur etwa 50.000 Einwohnern ist Cuxhaven trotzdem ein wichtiger Punkt für die Fischerei im gesamten Umland. Dies wird sofort sichtbar, wenn man über die Autobahn A27 nach Cuxhaven einfährt und das große Industriegebiet passieren muss, in welchem vorwiegend Kühlhäuser zu finden sind.
Bis etwa zum Ende 2008 war Cuxhaven eine Schiffsmeldestation für den noch etwa 100 km entfernten Hamburger Hafen sowie für den Nord-Ostsee Kanal welcher am anderen Elbeufer bei Brunsbüttel in die Elbe mündet. Doch neben der Fischerei zählt der Tourismus für Cuxhaven zu einer wichtigen Einnahmequelle. Viele Hotels haben sich entlang der Küstenlinien etabliert und bieten ihren Gästen eine Reihe an touristischen Aktivitäten an.
Auch für Gourmets ist Cuxhaven überaus empfehlenswert. Viele kleine und größere Fischrestaurants sind überall in und um Cuxhaven herum zu finden. Auch in den umliegenden Dörfern, wobei viele noch zu Cuxhaven gehören, hat die Fischerei und der Tourismus einen großen Einfluss auf das Einkommen der Stadt.
Daher sind neben den Hotels am Meer auch viele Ferienhäuser und Ferienwohnungen in Cuxhaven zu finden. Auch gute und preiswerte Campingplätze locken in den Sommermonaten viele Besucher an. Einer der bekanntesten Campingplätze der Region ist wohl der Campingplatz See Achtern Diek im nahegelegenen Otterndorf.
Früher gehörte Cuxhaven noch zu Hamburg, und so war zur damaligen Zeit der Amerikahafen von Hamburg in Cuxhaven ausgelagert. Der Name Cuxhaven wurde von dem Wort koog, welches in den Ländern an der Nordsee ein flaches Land bezeichnet, welches durch Trockenlegung und Eindeichung gewonnen wurde. Erst 1937 ging Cuxhaven dann an die preußische Regierung über, wobei sich Hamburg aber noch einige Rechte an den Häfen der Stadt sicherte.
Bis 1993 war der Amerikahafen und das Steubenhöft Eigentum Hamburgs, und so wundert es nicht, dass noch immer eine Wache der Hamburger Wasserschutzpolizei in Cuxhaven ansässig ist. Das Steubenhöft ist eine sehr bekannte Pier im Amerikahafen, welche im frühen 20. Jahrhundert für viele Auswanderer das Tor zur Welt bedeutete. Für Hamburger war der Amerikahafen ein Wichtiger Anlaufpunkt, da zu dieser Zeit die Transatlantikschiffe dermaßen an Größe zunahmen, dass Sie den eigentlichen Heimathafen Hamburg nur noch schwer erreichen konnten. Nach dem 2. Weltkrieg verkehrte erstmals 1958 wieder ein Schiff zwischen Cuxhaven und New York. Heute befinden sich im Steubenhöft neben der Lotsenwache ein Restaurant sowie ein kleines Museum mit Ausstellungen über die damalige Zeit.
